Substanz und Vorkommen
Alles über die charakteristischen Eigenschaften des Naturstoffs und seine Herkunft aus den unberührten Hochgebirgsregionen Kirgistans.
Auf einen Blick: Das Geheimnis von Mumijo
Ein jahrtausendealtes Rätsel: Mumijo (Shilajit) gilt als eine der faszinierendsten Naturstoffe Zentralasiens, dessen genaue Wirkung die moderne Wissenschaft erst allmählich entschlüsselt.
Die Herausforderung auf dem Markt: Da globale Qualitätsstandards fehlen, ist der Markt leider überschwemmt mit minderwertigen Nachahmungen und gestreckten Produkten.
Von Asien nach Europa: Erfahren Sie hier, wie das traditionelle Wissen des Westens den Weg zu uns fand und was Bezeichnungen wie „Ausschwitzung der Berge“ oder „Rasayana“ wirklich bedeuten.
Was ist Mumijo / Shilajit? Die charakteristischen Eigenschaften
Mumijo/Shilajit ist in reiner Form eine gelblich-braunschwarze, homogene, zähe Masse mit eigenartigem, rauchig-aromatischem Geruch, der etwas an die Öle verschiedener auch bei uns heimischer Wacholderarten (botanisch: Juniperus) erinnert. Daneben gibt es noch rote Mumijo/Shilajit–Varianten, die einen erhöhten Eisengehalt aufweisen.
Die Oberfläche ist glatt und glänzend, die Eigenschaften sind stark abhängig von der Luftfeuchtigkeit. Mumijo/Shilajit ist als Pulver stark wasseranziehend, in tiefgefrorenem Zustand weist es glasartige, einer erstarrten Schmelze gleichende Eigenschaften auf.
| Eigenschaft | Verhalten / Ausprägung |
| Löslichkeit | Sehr gut wasserlöslich; in reinem Alkohol und Aceton allerdings nicht aufzulösen. |
| Fließverhalten | Beginnt bei etwa 10 °C zu erweichen und langsam zu fließen. |
| Zersetzung | Ab 140 °C zersetzt sich Mumijo/Shilajit zu undefinierbaren Produkten. |
Vorkommen und bedeutende Fundstätten weltweit
Bedeutende Fundstätten gibt es in Zentralasien in den Ausläufern des Himalaya, des Altai sowie in einigen Bergregionen Südkasachstans. Ebenso kommt es in Afghanistan, Australien und China vor. In sehr geringem Umfang wird auch von Funden mumijoähnlicher Substanzen aus Nordskandinavien berichtet, die therapeutisch jedoch als sehr problematisch eingestuft werden.
Sensationeller Fund in der Antarktis (Paläoklima-Marker)
Im Rahmen der „Geomaud“-Antarktisexpedition 1995 und 2005 ins „Königin-Maud-Land“ wurde dort eine fossile Ablagerung gefunden, die ebenfalls dem Mumijo/Shilajit zugeordnet wurde.[14] Die Altersbestimmung mit der Radiocarbonmethode ergab ein Alter von 3000 Jahren.
Wikipedia nennt hierzu zusammenfassend:
„Das dortige Mumijo sind die wachsartig versteinerten fossilen Ablagerungen des Magenöls der in der Ostantarktis lebenden Schneesturmvögel. Dieses Öl benutzen die Vögel, um sich gegen ihre Feinde zu verteidigen. Man findet Ablagerungen von bis zu 50 cm Stärke.“
Für die Forschung interessant ist das antarktische Mumijo als Paläoklima-Marker.
Höhenlagen und die Arbeit der Sammler
Die untere Verbreitungsgrenze von Mumijo/Shilajit liegt bei ungefähr 1000 m über dem Meeresspiegel. Die Suche erfordert extreme Höhenlagen:
Tienschan-Gebirge: Hier finden die speziell ausgebildeten Sammler Mumijo/Shilajit in Höhenlagen von bis zu 4000 m.
Pamir-Gebirge: Es wird von Funden in Höhenlagen von 4700 m berichtet.
Tibet: Hier wurde es in einer Höhe von über 5000 m entdeckt.
Rohmumijo und die Rolle des Trägergesteins
Rohmumijo (Abb. 1c) wird dabei in Höhlen, Nischen und Felsspalten als poröse Gesteinsbrocken sowohl auf dem Boden als auch an der Decke hängend gefunden. Die Gesteinsarten und das Alter der Gebirge haben offensichtlich keine primäre Bedeutung bei der Bildung von Mumijo/Shilajit.
Die Bandbreite reicht von Kalksteinen bis hin zu granitartigen Gesteinsformationen. Die verschiedenen Fundorte spiegeln sich jedoch im unterschiedlichen Gehalt der in Mumijo/Shilajit enthaltenen Mineralien wider.
Die Qualitätsspitze: Kontrolliertes Mumijo aus Kirgistan
Das derzeitig qualitativ wohl beste Mumijo/Shilajit kommt aus den Regionen Kirgistans und unterliegt dort der strengen staatlichen Kontrolle in Bezug auf Qualität und Reinheit.