Vom mühsamen Handwerk der Sammler im Hochgebirge bis zur pharmazeutischen Aufbereitung, die den Grundstein für höchste Reinheit legt.
Echtes Mumijo kann man nicht industriell anbauen oder maschinell ernten.
Erfahren Sie hier, warum die Gewinnung ein echtes Abenteuer ist und worauf Sie beim Kauf achten müssen, um nicht auf billige, ungereinigte Rohstoffe hereinzufallen.
Mumijo/Shilajit wird von speziell ausgebildeten Sammlern in den oben genannten Regionen Zentralasiens auf recht mühsame Art ausschließlich von Hand aus den Felsritzen und Höhlen gekratzt oder gebrochen.
Die Abbildungen 6 (Abb. 6a–b) und 7 (Abb. 7a–c) vermitteln davon einen Eindruck.
Die Sammler sind dabei oft bis zu drei Wochen in Regionen unterwegs, die über keine nennenswerte Verkehrsanbindung verfügen. Das dabei gesammelte Rohmumijo muss aufgereinigt werden.
Der Ablauf der Reinigung ist der entscheidende Vorgang bei der Reingewinnung von Mumijo/Shilajit. Hier wird letztlich sein therapeutischer Wert generiert. Mumijo/Shilajit besteht aus vielen verschiedenen Komponenten, unter anderem auch aus hitzeempfindlichen Proteinen.
Natürliche Voraussetzung ist die sortenreine Sammlung von Mumijo/Shilajit. Das Reinigungsverfahren wird in der Praxis der Sorte angepasst und mehr oder weniger qualitativ hochwertig, je nach den apparativen Möglichkeiten der jeweiligen Produzenten, durchgeführt.
Hier wurde jedoch in den letzten Jahren gerade in Kirgistan sehr viel Pionierarbeit geleistet, um gleichbleibend gute Qualitäten zu erzeugen.
In der Naturstoffkunde und traditionellen Medizin haben sich nördlich und südlich des Himalaya-Gebirges zwei grundlegend verschiedene Herangehensweisen der Reinigung etabliert.
Im indischen Raum geht man zusätzlich einen anderen Weg. Hier wird aus Kostengründen oft nur das Rohmumijo/Shilajit verwendet und gemahlen, anschließend in Kapseln abgefüllt. Der Wirkstoffgehalt ist folglich deutlich geringer.
Alternativ wird das Rohmumijo/Shilajit mit anderen Pflanzenpulvern wie z. B. Emblica (Phyllantus emblica, synonym Emblica officinalis, Amlabaum, Familie Euphorbiaceae oder Wolfsmilchgewächse; Sanskrit: Amalaki; Hindi: Amla) [18] gemischt und zubereitet.
Gupta [7] und Stapelfeld zitieren in ihrem Lehrbuch eine Herstellungsvorschrift, wonach empfohlen wird:
Shilajit zur Reinigung eine Triphalla-Lösung zuzusetzen (nach Recherchen des Autors eine 1:10-Abkochung zu gleichen Teilen aus Emblica officinalis, Terminalia chebula und Terminalia bellirica, zwei Myrobalanen-Arten).
Die Mischung in Eisenschalen mittels Sonneneinstrahlung zu verdampfen.
Diesen Prozess mehrfach zu wiederholen.
Dies hat nach ayurvedischer Lehre auch den Sinn, eventuell vorhandene Toxine zu entfernen. Die Kombination mit anderen Heilpflanzen gibt dem ayurvedischen Therapeuten die Möglichkeit, die Wirkung gemäß den individuellen Gegebenheiten des Patienten anzupassen.
Diese Art der Aufbereitung kennt man nördlich des Himalaya allerdings nicht. Hier herrscht überwiegend das Verfahren vor, das Rohmumijo/Shilajit mit Wasser zu reinigen und aufzukonzentrieren.
Bei diesem Weg wird versucht, das Wirkprinzip in sich selbst zu konzentrieren, anstatt mit Hilfe ergänzender Zusätze.
Im Sinne der Ganzheit des Heilmittels, so wie die Natur es hervorbringt, ist das noch taube Gestein enthaltende, ungereinigte Rohmumijo/Shilajit auf seine Art zwar auch hochwertig. Dennoch wirkt es ohne andere Zugaben oder reinigende Aufkonzentration nicht so gut und birgt zusätzlich das Risiko unerwünschter Verunreinigungen.
Tauchen Sie als nächstes tiefer in die faszinierende Biochemie ein und erfahren Sie alles über die Inhaltsstoffe von hochreinem Mumijo Shilajit.
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